Fördermittel vom Bund für den IAM in Malgarten

Für musikalische Bildungsarbeit

Freuen sich über mehr Geld vom Bund für den IAM. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke
Freuen sich über mehr Geld vom Bund für den IAM. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke
Der Internationale Arbeitskreis für Musik (IAM) in Malgarten erhält für seine bundesweiten musikpädagogischen Aktivitäten im Kinder- und Jugendbereich einen Bundeszuschuss in Höhe von 164 000 Euro. Den Bescheid überbrachte am Mittwoch, 15. August 2018, der CDU-Bundestagsabgeordnete André Berghegger. Nicht gesichert ist weiterhin die Finanzierung der „Malgartener Klosterkonzerte“.

Damit hat sich die Förderung gegenüber dem Vorjahr beinahe verdoppelt. Der Verein, der seit Jahren im Kloster Malgarten ansässig ist, organisiert Musik-Workshops und -Freizeiten in fast allen Bundesländern für Kinder, Jugendliche oder ganze Familien in den Ferien oder an Wochenenden, lädt aber auch ambitionierte Erwachsene zum gemeinsamem Lernen und Musizieren unter Anleitung qualifizierter Dozenten ein. Parallel dazu veranstaltet der IAM die Malgartener Klosterkonzerte, die Musikfreunde aus der ganzen Region anlocken. 50 Prozent der Hörer kommen allerdings mittlerweile aus Bramsche selbst.

 
Seit die Sparkassenstiftung im Frühjahr 2018 nach zehn Jahren aus der Unterstützung des IAM ausgestiegen ist, ssieht sich der Verein vor erheblichen finanziellen Problemen. „25 000 Euro waren auf einen Schlag weg“, fasste IAM-Geschäftsführer Peter Koch zusammen. Erste Konsequenz - die Anzahl der Klosterkonzerte wurde zurückgefahren.
 
Damit solche Kürzungen nicht auch die Kinder- und Jugendarbeit treffen, nahm der Verein Kontakt zum Wahlkreisabgeordneten Berghegger auf, der das Anliegen im Bundesfamilienministerium und anschließend im Haushaltsausschuss einbrachte. Der Parlamentarier aus Melle, der diesem Fachgremium angehört, erklärte beim Treffen im Trauzimmer des ehemaligen Benediktinerinnen-Klosters: „Wir wollen den Zugang zur Kultur bundesweit auch für Familien erleichtern, denen nicht viel Geld zur Verfügung steht“.

IAM Vorsitzender: Ein Meilenstein
Als „einen Meilenstein, auf den wir lange gehofft haben“, bezeichnete der IAM-Vorsitzende Prof. Hans Jakulsky aus Witten die Förderung. „Wir können jetzt endlich die Ärmel aufkrempeln und loslegen“. Geschäftsführer Peter Koch wies darauf hin, dass „wir durch die Förderung erstens unsere Dozenten endlich einigermaßen angemessen bezahlen können“. Zweitens sei jetzt gewährleistet, „dass wir finanziell niedrigschwellige Angebote auflegen können, die auch Kinder aus Migranten- oder sozial schwachen Familien erreichen.“
 
Keine Unterstützung der Stadt für Konzerte
Imke Märkl (CDU) als stellvertretende Bramscher Bürgermeisterin zeigte sich dankbar für die Förderzusage und versprach die Arbeit des IAM weiter wohlwollend zu begleiten. Ebenso wie der CDU-Fraktionsvorsitzende im Bramscher Stadtrat, Andreas Quebbemann, wies sie allerdings darauf hin, dass die Kommune die Konzertreihe nicht, wie vom IAM gewünscht, finanziell fördern könne. „Wir sind als Stadt stolz auf die Strahlkraft der Konzerte für die Region“, so Quebbemann weiter, „aber Qualität ist mit Kosten verbunden, die höher sind als wir als Stadt leisten können“.
 
Koch unterstrich nachdrücklich, dass die Fördermittel nur in die Bildungsarbeit, nicht aber in die Sicherung der Konzertreihe fließen könnten. „Uns fehlt einfach die Grundfinanzierung für die Konzerte“, klagte er weiter . „Das Sommerkulturprogramm und die Kornmühlenkonzerte kosten die Stadt doch auch Geld“, gab er angesichts der ablehnenden Haltung der Bramscher Kommunalpolitik zum IAM-Förderantrag für die Konzertreihe zu bedenken. Bei Verhandlungen über Förderung auf überregionaler Ebene werde zudem immer wieder angefragt, wie weit sich denn die Heimatkommune engagiere.

Märkl und Quebbemann machten dem Verein keine Hoffnung auf dauerhafte finanzielle Unterstützung , signalisierten allerdings die Möglichkeit, die Öffentlichkeitsarbeit des IAM beispielsweise auf der Internetseite der Stadt zu unterstützen. Zudem sei es häufig einfacher, politische Zustimmung für die Förderung konkreter Projekte wie der Anschaffung eines Instrumentes zu bekommen.
 
 

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