Gespräch über Stromtrassenausbau in Berlin

BI und Amprion im Dialog

Gespräch in angenehmer Atmosphäre: Arndt Feldmann, Frank Vornholt und André Berghegger trafen sich jetzt im Paul-Löbe-Haus in Berlin. Foto: Büro Berghegger
Gespräch in angenehmer Atmosphäre: Arndt Feldmann, Frank Vornholt und André Berghegger trafen sich jetzt im Paul-Löbe-Haus in Berlin. Foto: Büro Berghegger
Annäherung in Berlin: Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten André Berghegger trafen sich in dieser Woche Vertreter der Bürgerinitiative (BI) „Keine 380-kV-Leitung am Teuto“ und der Firma Ampiron zu einem konstruktiven Austausch.

„Es war ein sehr nettes und anregendes Gespräch“, resümierte BI-Sprecher Frank Vornholt nach der rund eineinhalb stündigen Diskussion, in deren Verlauf der BI-Sprecher erneut für ein Pilotprojekt im Osnabrücker Land mit der Erdkabeltechnik der Firma AGS mit 1,5 Meter schmalen Trassen warb.

Arndt Feldmann von Amprion kündigte für Oktober als das Einreichen der Unterlagen für das Raumordnungsverfahren für die Strecke von Lüstringen bis zur Landesgrenze NRW an.

André Berghegger hatte in das Paul-Löbe-Haus eingeladen, um im Nachgang zur Sternwanderung der Bürgerinitiativen in Borgloh noch offene Punkte zu diskutieren und den Dialog zwischen Amprion und der Bürgerinitiative zu intensivieren. Arndt Feldmann, zuständig für die Projektkommunikation, stellte zunächst die zeitlichen Planungen dar und kündigte für Oktober 2017 und Frühjahr 2018 die Einreichung der Raumordnungsunterlagen für die Streckenabschnitte Lüstringen bis zur Landesgrenze (einschl. Wellingholzhausen) und Wehrendorf bis Lüstringen an. Er bekräftigte, dass für Amprion weiterhin die Bestandstrasse den Vorrang bei den Prüfungen hat. Hinsichtlich einer möglichen Technik, insbesondere für Erdkabel, gebe es jedoch bis zum Beginn des Planfeststellungsverfahrens keine einschränkende Festlegung. Man sei für alle Techniken offen, betonte Feldmann.

Erdkabel hat Vorrang

Frank Vornholt begrüßte diese grundsätzliche Bereitschaft und untermauerte die Forderung nach einer ergebnisoffenen Prüfung des Trassenverlaufs und den Einsatz der neusten Techniken für möglichst lange Erdkabelabschnitte. Er wies einmal mehr auf das hohe Konfliktpotenzial gegenüber den Menschen an der gesamten Strecke hin. Dies erfordere umso mehr den Einsatz modernster Erdkabeltechniken. Ein Pilotprojekt mit 1,5 Meter schmalen Trassen und Erdkabeltechnik aus Stade biete die Chance, den notwendigen Schutz für die Menschen und zugleich eine bodenschonende Variante für betroffene Grundstückseigentümer zu ermöglichen. Die wirtschaftlichen Vorteile für den Standort Niedersachsen sollten dabei ebenso von Interesse sein. Die BI bleibe daher auch weiterhin bei Ihrer Forderung nach einer Vollverkabelung der Strecke 16.

Arndt Feldmann erneuerte die Bereitschaft zu weiteren Dialog- und Infoveranstaltungen. Auch der „Runde Tisch“ soll im Rahmen der Unterlageneinreichung weitergeführt werden.

Weitere Gesprächsthemen waren die Entschädigung von Grundstückseigentümern, die Einhaltung der Mindestabstände und die Raumordnungsplanung. Die Gesprächsteilnehmer vereinbarten auch für die Zukunft einen engen Austausch. André Berghegger wird diesen Prozess weiterhin intensiv begleiten und unterstützen.

Nach oben