Feuerwehrverbandstag in Melle: Appell an Unternehmen

Tagesalarmierung

Zum ersten Mal begrüßte Stadtbrandmeister Rainer Schlendermann in seiner Funktion als Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Melle die Vertreter der 16 Ortswehren und Gäste zum Verbandstag.

 Den insgesamt 86. Verbandstag, den die Freiwillige Feuerwehr Bruchmühlen in der Mehrzweckhalle ausrichtete, untermalte der Posaunenchor aus Bennien unter der Leitung von Christoph Rinke. Wie immer hatten sich viele Vertreter aus Politik und befreundeten Organisationen eingefunden. So sprachen André Berghegger als Mitglied des Bundestages, Gerda Hövel als Landtagsabgeordnete und Ortsbürgermeister Axel Uffmann Grußworte. Bürgermeister Reinhard Scholz machte seinen Antrittsbesuch bei den Meller Feuerwehren und bot eine offene, faire und konstruktive Zusammenarbeit an. Er versprach für eine gute Ausstattung der Wehren zu sorgen. Der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses, Erich Walkenhorst, forderte dann auch die Wehren mit „Rat und Tat zu unterstützen und nicht nur Sonntagsreden zu halten“. Es werde endlich Zeit, das vor zwei Jahren vorgelegte Raumkonzept und das Fahrzeugkonzept umzusetzen.

Im Mittelpunkt des Berichtes von Rainer Schlendermann stand die Tagesalarmsicherheit. Um aussagekräftige Daten zu bekommen, hat die Feuerwehr bei allen Ortswehren eine Abfrage durchgeführt, wie hoch die Personalstärke bei Einsätzen in der Zeit von 7 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags ist. Anhand dieser Daten soll das Problem der Tagesalarmierung nochmals deutlich gemacht und Lösungen abgeleitet werden.
 
279 arbeiten in Melle
 
Von 570 Aktiven arbeiten immerhin 279 in Meller Firmen. Aber nur ganze 30 Prozent (entsprechend 80 Personen) davon sind innerhalb von fünf Minuten zum Einsatz bereit. 60 der 279 Feuerwehrleute können oder dürfen ihren Arbeitsplatz nicht verlassen. Der Stadtbrandmeister forderte dazu auf, das Gespräch mit den Firmen zu suchen, um die Hintergründe zu beleuchten, warum viele Betriebe nicht für die Mitgliedschaft in der Wehr werben und lieber eine Geldspende geben. In diesem Zusammenhang machte Schlendermann auch auf die Vorteile aufmerksam, die Feuerwehrleute für Unternehmen haben. Sie sind automatisch Brandschutzhelfer, können diese ausbilden und wissen, worauf es im Brandfall ankommt. Jugendliche Mitglieder haben eine soziale Kompetenz erworben, die im weiteren Lebensweg sehr wichtig ist.
Im Anschluss sprach der Verbandsvorsitzende 17 Beförderungen aus. Dann ergriff Reinhard Scholz das Mikrofon, um eine weitere anzukündigen - er ernannte Rainer Schlendermann zum Ersten Hauptbrandmeister.
Mit dem stellvertretenden Ortsbrandmeister Jürgen Osthues aus St. Annen und dem Ortsbrandmeister Rainer Leimbrock aus Bakum verabschiedete Schlendermann zwei verdiente Führungskräfte der Meller Feuerwehr. Anschließend verlieh er die „Ehrennadel in Silber“ des Landesfeuerwehrverbandes an Michael Denoke (Werkbrandmeister Schomäcker) und Olaf Klement (Ortsbrandmeister Buer).

Seit Jahrzehnten dabei
 
Die Ehrungen für 25- und 40-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr nahm Bärbel Rosensträter-Harig von der Landkreisverwaltung vor. Unterstützt wurde sie dabei vom neuen Abschnittsleiter Süd der Kreisfeuerwehr, Mathias Rötger und dessen Stellvertreter Ludger Flohre.

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