Ministerin Wanka zu Gast bei Bersenbrücker Firma Wurst

Wichtig, das Lernen zu lernen

Ministerin Johanna Wanka besuchte den Bersenbrücker Betrieb Stahlbau Wurst. Mit Alfred Feldker (von links), Christian Wurst, André Berghegger, Thomas Wurst und Michael Wurst diskutierte sie über Fragen der Bildung und Ausbildung. Foto: Franz Buitmann
Ministerin Johanna Wanka besuchte den Bersenbrücker Betrieb Stahlbau Wurst. Mit Alfred Feldker (von links), Christian Wurst, André Berghegger, Thomas Wurst und Michael Wurst diskutierte sie über Fragen der Bildung und Ausbildung. Foto: Franz Buitmann
Prominenten Besuch hatte die Firma Stahlbau Wurst: Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten André Berghegger besichtigte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, den Betrieb.

Anschließend diskutierte sie mit den Firmenchefs Christian, Thomas und Michael Wurst sowie leitenden Mitarbeitern und Vertretern der Politik und der Schulleitungen der weiterführenden Schulen. Auf einer kurzen Führung durch den Betrieb konnte sich die Ministerin von der Leistungskraft des Betriebes überzeugen. Ihr besonderes Interesse galt dabei der Ausbildungssituation des Betriebes.

„Duales Ausbildungssystem hat sich bewährt“
Ministerin Wanka ging auf die gegenwärtige Schwierigkeit ein, genügend Auszubildende zu bekommen. Die Situation sei unterschiedlich zwischen Ballungsräumen und weniger besiedelten Regionen, auch das Ost-West Verhältnis zeige Unterschiede, ebenso die Geburtenquote in den einzelnen Regionen. Wichtig zur Verbesserung der Situation sei die enge Kooperation mit den Schulen. Für eine Industrienation wie Deutschland seien Fachkräfte unentbehrlich. Es gebe häufig falsche Vorstellungen von den Berufen, was die Quote der Abbrecher erhöhe. Notwendig sei eine frühe, individuelle und präventive Beratung in den Schulen. Die Bundesregierung habe für diese Zielsetzung in der zu Ende gehenden Legislaturperiode nicht unwesentliche Mittel zur Verfügung gestellt. Die Ministerin betonte, das duale Ausbildungssystem in Deutschland habe sich bewährt und werde zum Teil von anderen Ländern übernommen.

Inhalte in Schule und Studium verändern
Die anwesenden Schulleiter der weiterführenden Bersenbrücker Schulen wiesen darauf hin, dass der Nordkreis Osnabrück eine gut aufgestellte Bildungsregion sei. Doch durch die Bund-Ländersituation bedingt, sei es allerdings oft nicht leicht, an Fördergelder zu gelangen, um Projekte in den Schulen durchführen zu können. Ministerin Wanka gab in diesem Zusammenhang wichtige Tipps und Hinweise. Deutlich wurde auch, dass sich die Inhalte in den Schulen und Hochschulen ändern müssten, eine breite Grundausbildung mit anschließender Spezialisierung, wobei kognitive Arbeit neben handwerklichem Geschick im Fokus stehen sollten. Wichtig, unterstrich Wanka, sei es, „das Lernen zu lernen“. Auch in der Lehrerausbildung gelte es, sich auf veränderte gesellschaftliche und wirtschaftliche Verhältnisse einzustellen, neue Modelle müssten in enger Kooperation mit der Wirtschaft abgestimmt werden.

 

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